Die Zweifel der Vernunft
sind dem Gefühl überlegen,
welches scheinbar nur verwegen
sucht nach deiner Gunst.
Zunehmend mehr von dem Raum,
der für meine Liebe reserviert,
sich ab jetzt verliert
und du merkst es kaum.
Die Tage verstreichen,
von dir keine Antwort,
du wartest nur dort,
wie ich auf ein Zeichen.
So sind wir beide in der Pflicht,
dem anderen die Wahrheit zu sagen,
nicht über unsere Situation zu klagen,
denn das hilft uns nicht.
Bringt uns nicht voran,
erklärt uns nicht den Schmerz,
löscht nicht unser Herz.
Ich schaue dich ewig an.
Und weiß doch genau,
wie hoffnungslos es ist,
wie wunderschön du bist
und werd’ aus dir nicht schlau
die gewählte reimform überzeugt. so tritt die letzte zeile einer strophe phonetisch und inhaltlich hervor.
dennoch erlaube ich mir eine anmerkung. die vernunft zweifelt nicht, das kann nur der mensch. sollte sie es können, weil in der literatur alles möglich ist, dann müsste der autor darauf eingehen wieso.
adrian